25 Sep 2017

Sanfte Krampfader-Entfernung

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Die sanfte Krampfader – Entfernung

Wie geht das?

Wir legen eine Verweilkanüle in die Krampfader und injizieren die Kochsalzlösung. Dabei nutzen wir die Schwerkraft und lassen das Bein herunterhängen oder anheben, damit die Lösung in die ganze Vene fließen kann.

Was passiert dabei?

Die Innenschicht der geschädigten Vene nimmt das Natrium der Kochsalzlösung auf, Wasser strömt in die Wand und lässt sie aufquellen. Innerhalb von 3 Wochen verklebt die Innenwand. Die Krampfader ist nur noch als harter Strang tastbar und wird innerhalb von 3 Monaten vom Körper aufgelöst.

Was spürt man?

Während der Injektion spürt man ein Drücken oder Ziehen, das aber 1 Minute später verschwunden ist.  Das kann auch noch 1-2 Wochen nach der Therapie immer wieder auftreten, da die Venenwand verklebt, eine leichte Entzündung entsteht und die Vene sich auflöst.

Nach 3 Monaten spürt man „Knubbel“ unter der Haut und evtl. bräunliche Verfärbungen, die sich innerhalb von ½ Jahr wieder auflösen. Sollte man ein Brennen bei der Infektion spüren ist Kochsalz ins Gewebe gekommen. Das muss dann sofort „verdünnt“ werden mit 0,9% physiologischer Kochsalzlösung.

Nachbehandlung?

Man kann vor und nach der Therapie Arnica Globuli D6 einnehmen, um eine mögliche Entzündungsreaktion möglichst gering zu halten (wobei diese jedoch erwünscht ist).

Wenn es nach 1-2 Wochen drückt, zieht und warm wird, kühlen wir mit Kühlpads oder legen kalte Umschläge auf. Man kann mit Arnikasalbe einreiben oder auch einmal Diclofenac einnehmen, wenn die Entzündung zu stark wird.

Was behandeln wir?

Wir behandeln nur die oberflächlichen Venen, nicht das hier dargestellte tiefe Venensystem. Über das oberflächliche System läuft nur 1/10 des venösen Blutes, der Rest über die Tiefe.

Wie oft behandeln wir?

Wir kontrollieren das Ergebnis nach 3 Monaten.

Bei unbehandelten Beinen haben wir oft schon nach der ersten Behandlung ein kosmetisch schönes Ergebnis erreicht.

Bei Menschen, die eine Gewebeschwäche haben muss man immer wieder neu aufgetretene Krampfadern oder/und Besenreiser behandeln.

Was kann passieren?

Bei etwa der Hälfte der Patienten kommt es zu vorübergehenden Schmerzen sowie einer Schwellung und bräunlichen Verfärbung der Haut als Folge der Entzündungsreaktion.

In unter 1% der Fälle kann es eine Nekrose der Haut geben durch zu viel 10% Kochsalzlösung im Gewebe, wenn neben das Gefäß gespritzt wurde.

Sehr selten (unter 1%) entsteht eine Thrombose. Dabei wurde mit Gewalt zu viel 10%Kochsalzlösung in die Tiefe des Venensystems gespritzt und eine tiefe Vene verklebt. Das kommt jedoch extrem selten vor, da die Venenwand gesund ist und nicht gleich auf die Kochsalzlösung reagiert und die Lösung durch den starken Blutstrom in der Tiefe sofort verdünnt wird.

Was muss ich beachten?

Nichts. Alles ist in Maßen erlaubt.

Sport-Sonne-Sauna-Schwimmbad- alles kein Problem..

Fragen Sie uns. Wir informieren Sie gerne…

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